Barock-Tenorblockflöte

Echte Tenorblockflöten aus dem 18.Jahrhundert sind sehr selten. Mir sind nur ein Instrument von Hotteterre sowie das Tenorinstrument aus dem Chester-Quartet bekannt. Beide haben eine Klappe für den tiefsten Ton. Diese ermöglicht es, das Tonloch tiefer zu verlegen, sodass die Mensur weiter gewählt werden kann. Das Instrument bekommt so eine vollere Tiefe und bessere Ansprache in der Höhe. Ich bevorzuge ein Instrument mit Klappe in Verbindung mit der originalen (barocken) Griffweise ( tiefes F: D12346 statt D123467). Man braucht die Klappe dann nur für das Tiefe C.

Häufiger finden sich sogenannte Voice-Flutes in D. Diese Instrumente wurden ohne Klappe gebaut und müssen daher stark konisch gebohrt werden. Der Klang wird dadurch zarter aber auch interessanter (quintiger).
Um eine Tenor-Blockflöte in C ohne Klappe zu bauen, kann man nur eine Voice-Flute in D als Vorlage benutzen und deren Maße entsprechend umrechnen. Durch das seitliche Versetzen der Tonlöcher wird das Greifen erleichtert.
Ich benutze ein Instrument von Bressan als Vorlage und baue es mit Mittelstücken für 440 und 415 Hz.
Voice-flute nach einem Instrument, das mit "Jaques Hauterre" gestempelt ist. Die Profilierung erinnert an die Querflöten aus der Hotteterre-Schule.
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